29.07.2017: Gegen das neue Neonazikonzert in Themar

Aufruf zur Beteiligung an Protestaktionen in Themar!

Neuerliches Neonazikonzert in Themar! Nach nur zwei Wochen wollen  tausende Neonazis um Organisator Patrick Schröder wieder Themar heimsuchen. Widerstand im Ort formiert sich am diesem Tag ab 11 UhrNeonazikonzert in Themar 29.07.2017

11 Uhr  Friedensgebet in der Stadtkirche .

Ab 12 Uhr: stündlicher Pilgerweg (Startpunkt: Kirche Friedhof)

Ab 12 Uhr: Bürgerfest auf dem Markt

Ab 16 Uhr: Demonstration ab Markt

Neonazikonzert in Themar mit 6.000 Teilnehmenden – kaum Gegenproteste

Was war los in Südthüringen / Themar?

Ein Riesen -Erfolg für die Naziszene und den Oberpfälzer Mitorganisator Patrick Schröder (Radio FSN.TV) . Mehr Neonazis als je zuvor pilgerten  am gestrigen 15.07.2017 nach Themar: Alleine schon beim Betrachten der Bilder von Endstation Rechts kann es einem Angst und Bang werden:Themar Rechtsrockkonzert

  • 6000 Typen mit teilweise offen zur Schau getragener Verherrlichung des Nationalsozialismus.
  • Die 1.000 ebenfalls angereisten Polizisten ziehen dagegen eine eher magere Bilanz: 43 Strafanzeigen sind denkbar wenig. Beispiele:
    • Wer uniformiert als „Arische Bruderschaft“ auftritt, dürfte offen den Nationalsozialismus verharmlosen wollen
    • Wer „I love HTLR“ zur Schau trägt, meint damit bestimmt nicht „Heimat, Treue, Loyalität, Respekt“
  • Warum wurden überdies durch die Behörden nicht wenigstens die üblichen Neonazi-Bekenner-Schriftzüge per Auflage unterbunden? „HKNKRZ“, „88“,  die Grüne Uniform des III. Weg,  die „Schwarze Sonne“,  der Reichsadler, Rudolf-Hess-Schriftzüge, „Freiheit für Wolle“ u.v.a.m. waren vielfach zu sehen…

Was ist mit den Gegenprotesten los?

Mindestens ebenso wichtig bleibt die Frage, warum die Gegenproteste so deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren: 2.000 Menschen waren erwartet worden (ohnedies schon weniger als die Nazis) und es kamen nach Polizeiangaben nur „einige Hundert „. Aufgerufen hatten nach unseren Informationen Stadt und Landkreis, Kirchen und  Parteien, jedoch keine Gruppen aus der Zivilgesellschaft. Insbesondere die Antifa war für Landrat Thomas Müller ausdrücklich unerwünscht (http://www.taz.de/!5420506/)

  • Ist Ostdeutschland inzwischen etwa verlorenes Gebiet für Antifaschisten? Warum gelang keine spektrenübergreifende Mobilisierung
  • Trauen sich die Bürger*innen in Thüringen nicht mehr auf die Straße wenn Nazis auftauchen?
  • Oder ist es jenen schlicht egal, da sie glauben dass der  Spuk schon von alleine vergehen werde?

Alles in allem sicher ein Einladung an die Nazis wieder zu kommen. Laut Bundesinnenministerium  hatte bereits 2016 rund ein Fünftel der bundesweit 68 rechtsextremistischen Konzerte in Thüringen  stattgefunden (Quelle: http://www.mz-web.de/27961222 ). Anscheinend fühlten und fühlen sich Nazis dort besonders wohl. Dass dies mit der Genehmigungspraxis der Behörden  und dem nur halbherzigen Willen zur Zusammenarbeit  gegen Nazis  zusammenhängen könnte, liegt auf der Hand.

Frank Rennicke in Feilitzsch/Unterhartmannsreuth

Ungestörtes Treiben? Rechter Raum für Frank Rennicke

Bereits seit fünf Jahren treibt der zweimalige NPD-Bundespräsidentenkandidat Frank Rennicke in seiner Immobilie im Landkreis  Hof sein Unwesen. Sie dient natürlich nicht nur Wohnzwecken, sondern wohl auch der Vernetzung der  extremen Rechten im 3 -Bundesländer-Eck.

Johannes Hartl hat die aktuelle Situation im Antifa-Infoblatt sehr gut zusammengefasst und kommt zum Ergebnis:

„So ist in den letzten Jahren ein Objekt entstanden, das die ungestörte Durchführung von neonazistischen Veranstaltungen ermöglicht und der Szene einen sicheren Rückzugsraum bietet. Gerade im Hinblick auf die regelmäßigen Treffen, die Anmeldung eines eigenen Gewerbes und die einflussreiche Position Rennickes in der Szene sollten dessen Umtriebe künftig besser im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Denn auch wenn er das Haus offiziell hauptsächlich als Wohnort nutzt, lässt sich die Bedeutung der Immobilie für seine politischen Aktivitäten kaum leugnen.“

Die AfD und die soziale Frage – Neuerscheinung und ver.di – Infoblöcke zur AfD

St. Dietl -Die AfD und die soziale FrageNeuerscheinungen zur AfD

Unser Mitstreiter Stefan Dietl aus Regensburg hat zur AfD ein Buch als Neuerscheinung veröffentlicht: Eine sehr anschauliche Darstellung der aktuellen sozial- und wirtschaftspolitischen Programmatik der AfD vor dem Hintergrund des Kräftezerrens zwischen Marktradikalen und völkischen Nationalisten. Dietl liefert auch eine Problemanalyse bisheriger Versäumnisse der Gewerkschaften im Umgang mit der AfD und ihrem Klientel – und entwirft gewerkschaftliche Gegenstrategien.

Stefan Dietl: Die AfD und die soziale Frage – Zwischen Marktradikalismus und ›völkischem Antikapitalismus‹ ISBN 978-3-89771-238-6
Erscheinungsdatum: Juli 2017; Seiten: ca. 160;  ca 13€

ver.di-Infokarten-BlockAls Teil dieser möglichen Gegenstrategie hat unser Mitglied, der ver.di-Bezirk Mittelfranken  nun einen Info-Kartenblock herausgegeben. Kurz und prägnant gibt dieser die zentralen sozial- und wirtschaftspolitischen Elemente des AfD-Grundsatzprogrammes wieder und stellt diese gegen gewerkschaftliche Positionen. Der Block ist sehr gut für eine erste Information auf der Straße, im Betrieb,  bei Seminaren oder im Freundeskreis geeignet.

ver.di Mittelfranken: Die AfD, ihr Programm und unserer ver.di-Positionen
Mai 2017,  28 heraustrennbare Postkarten, 1,00 €

 

Der NSU-Komplex und die Nürnberger Hooliganszene

NSU-V-Mann Marschner und die Nürnberger Hooligans

Vor zwölf Jahren – am  09.06.2005  wurde der Nürnberger Ismail Yasar in seinem Dönerimbiss von Mitgliedern des NSU ermordet.
Noch immer ist nicht bekannt, warum ausgerechnet Yasar sterben musste und ob es lokale Helfer bei den Morden gab. Vieles deutet auf Unterstützer aus der fränkischen Szene hin.

Der BR hat noch mal zum Fall recherchiert und ist auf eine Verbindung von Ralf Marschner nach Nürnberg gestoßen.
Der aus Zwickau stammende Marschner gilt als Schlüsselfigur im NSU-Komplex und war V-Mann des Bundesamtes für Verfassungsschutz.
Die Recherchen belegen, dass der Neonazi schon Ende der 1990er-Jahre Kontakte in die Nürnberger Hooliganszene hatte. So grüßte er
drei bekannte rechtsextreme Hooligans der Gruppe „Red Devils“. Aus Szenekreisen war zu erfahren, dass diese wiederum in Kontakt mit der Fränkischen Aktionsfront um Matthias Fischer und zu Blood and Honour standen.
Außerdem berichtet der BR über die laschen Ermittlungen der BAO Bosporus gegen Neonazis:

Online: http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/inhalt/nsu-ismail-yasar-nuernberg-ermittlungen-oberflaechlich-100.html

Fernsehen: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/frankenschau-aktuell/nsu-ermittlungen-oberflaechlich-100.html#tab=bcastInfo&jump=tab

Hörfunk: http://www.br.de/radio/bayern2/bayern/regionalzeit-franken/nsu-unterstuetzer-100.html

Kampagne: Wer Demokratie WÄHLT keine Rassisten

Kampagne gegen Rassisten – Mitmachen!

Die  Allianz gegen Rechtsextremismus in der  Metropolregion Nürnberg, in welcher auch die NBB Mitglied sind, führt zu den anstehenden Wahlen eine Kampagne durch:

„Wer Demokratie * wählt  * keine Rassisten“

Hierfür werden jede Menge Botschafter*innen gesucht, die sich eindeutig für ein friedliches und tolerantes Miteinander aussprechen. Wie das geht? ganz einfach hier:

 

Dabei geht es nicht nur um Bundestagswahl 2017 und  Landtagswahl 2018. Aach bei allen anderen Wahlen wie in Kirchenvorständen, Betriebsratswahlen, Wahlen in Integrationsbeiräten  und Wahlen in Vereinen:  Egal wo Kandidat*innen sich stellen – das  Kriterium der Kampagne heißt: Wer Demokratie wählt, wählt keine Rassist*innen!

Eine Initiative der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion  Nürnberg